So einen hektischen Segeltag habe ich noch nie erlebt….zuerst muss ich noch kurz durchatmen, bevor in die Tasten hauen kann……Sooo,…, die Hände zittern nicht mehr, jedoch fühlen sich meine Hände zerschunden an. Heute war schon am Morgen der „Bora-Wind“ mit über 20 Knoten angesagt. Deshalb liefen wir schon früh zum ersten Rennen aus. Auf dem Rennplan standen zwei Tactical Races und ein Inse-Race an. Letzteres um dann wieder an den Hafen zurück zu kommen. Es war der entscheidende Tag zum diesjährigen Copper’s Cup.
Mit allen erlaubten Mitteln (Appenzeller) versuchten wir die Nervosität in Grenzen zu halten. Hat auch ganz prima gewirkt. Nach einem Fight zwischen Neuseeland und uns haben wir dann das kürzere der beiden Stöckchen gezogen. War aber absolut verdient und wir sind mega zufrieden mit dem zweiten Platz.
Das zweite Rennen bot praktisch wieder das selbe Bild an der ersten Boje. Nur dieses Mal waren die Norweger zu nahe bei uns. Auf bevorteiltem Bug schossen wir auf die erste Boje zu. Dies haben die Norweger unterschätzt und wendeten zu knapp vor uns auf die Boje. Leider war es unausweichlich eine Kollision zu verhindern. Das gab einen schönen „Bums“! Nach einer kurzen heftigen Diskussion, haben die Norweger einen 360 Grad Törn gemacht und haben sich damit von einem Protest freigesegelt. Wir konnten uns relativ schnell wieder fassen und segelten einem Sieg entgegen. Nach dem Rennen stellten die Australier ihr Boot neben unseres und behaupteten, wir hätten infolge der Kollision die Boje berührt und hätten uns nicht mit einem 360 Grad Törn freigesegelt und protestierten uns nach dem Rennen an. Nun gibt es deshalb vermutlich noch eine Protestverhandlung vor der Rennleitung. Das macht uns noch am wenigsten Kummer. Grössere Sorgen besorgt uns den relativ grossen Schaden, welcher unsere „Luna Mare“ abbekommen hat. Mit einem dicken Pflaster haben wir sie verarztet, damit sie nicht beim letzten Rennen voll Wasser läuft.
Das letzte Rennen war ein harter Kampf bis vor den Hafen. Die Slowenen haben das Rennen vor uns gewonnen. Es war aber ein harter Kampf bis zur Ziellinie. Schlussendlich entschieden ein paar Zentimeter für uns. Nun ist Zeit die Wunden zu lecken und zu schauen, wie das mit der Protestverhandlung läuft. Heute müsst ihr auch mal nach dem Rennen die Daumen für uns drücken….Ich wünsche Euch allen einen schönen und geruhsamen Abend….!